{"id":377,"date":"2020-10-03T15:52:13","date_gmt":"2020-10-03T13:52:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.smartpix.eu\/magx\/?p=377"},"modified":"2020-10-04T10:30:57","modified_gmt":"2020-10-04T08:30:57","slug":"eine-reise-mit-dem-rucksack-durch-westeuropa-t16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smartpix.eu\/magx\/eine-reise-mit-dem-rucksack-durch-westeuropa-t16\/","title":{"rendered":"Eine Reise mit dem Rucksack um die Welt T16"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die M\u00fcdigkeit, die sich in\u00a0 seinen Fahrfehlern seit ein paar Hundert Kilometern manifestierten (Konzentrationsprobleme) w\u00fcrden ihn schon zur Vernunft bringen, dachte ich. Die Natur verlangt ihr Recht. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die schnurgeraden Autobahnen bei Nacht bieten dem Auge keine Abwechslung, so dass man leicht w\u00e4hrend des Fahrens einschl\u00e4ft. Endlich in Spanien und endlich auf der&#8220; sunny side of the road&#8220;,\u00a0 so auch der Titel von dem Buch, das mir Freunde mit auf den Weg gegeben\u00a0 hatten. Sonne pur. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klaus hat mich irgendwo in der Stadt abgesetzt. Ich muss noch ziemlich lange laufen bis zum &lt;Estacion de Terminal Francia>, dem Bahnhof von Barcelona. Hier kann ich Geld wechseln und mir einen Stadtplan besorgen. Klaus bot mir an, mit ihm und seinen Freunden in Gibraltar zu surfen. Ich war erfreut \u00fcber das Angebot, aber ich hatte meine Bedenken. Wenn Klaus tats\u00e4chlich so weiterfuhr ohne Pause zu machen, dann w\u00e4ren wir nie am Ziel angekommen und ich hatte noch einiges vor. Ich bin einfach noch zu jung zum Sterben. Ich bin m\u00fcde und wieder mal sehr hungrig. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eigentlich schade, dass ich die Provence, von der ich mir einiges versprochen hatte, nur bei Nacht und mit 200 KM\/h durchfahren hatte. Aber um 5.00h morgens auf der Autobahnabfahrt &#8222;Montpellier est&#8220; abgesetzt zu werden, war auch nicht sehr verlockend. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Da spielt eben der Zufall Regie und gibt mir den Weg vor. Barcelona ist sehr laut und hektisch, so die ersten Eindr\u00fccke. Autoschlangen, die eine sichtbare Dunstwolke mit sich f\u00fchren und sich um gro\u00dfe alte Denkm\u00e4ler herum schl\u00e4ngeln sind mir noch gut in Erinnerung. Polizisten mit MP\u2011Gewehren in dicken Lederstiefeln und braunen Uniformen und das bei 26 Grad im Schatten. Ich bin selbst viel zu dick angezogen. Als erstes ziehe ich mir die Jacke aus, verstaue sie im Rucksack und kremple meine langen Hemds\u00e4rmel hoch. Dann ziehe ich meine dicken Wanderstiefel aus und tausche sie gegen leichteres Schuhwerk. Die Sonne tut unendlich gut. Ich bin sehr m\u00fcde und beschlie\u00dfe mit dem gerade erstandenen Stra\u00dfenplan zum Hafen hinunter zu gehen um ihn dort zu studieren. Mein erster Wunsch ist ein Dach \u00fcber dem Kopf zu finden f\u00fcr die Nacht. Mein Stadtf\u00fchrer hilft mir dabei. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Schiffe schaukeln im leichten Wellengang des Meeres und die sommerliche Luft l\u00e4sst mich zusammen mit den Lichtreflexen auf den Wellen beim Suchen eind\u00f6sen. Der Schlaf ist flach aber wohltuend. Zu gro\u00df ist die Angst, zu vers\u00e4umen, wie jemand sich mit meinem ganzen Hab und Gut aus dem Staube macht. Ich habe es mir deshalb zur Angewohnheit gemacht, auf meinen Sachen zu liegen, bzw. den Rucksack mit der Parkbank so zu verschn\u00fcren, dass ein schnelles wegziehen (ohne mich dabei zu wecken) unm\u00f6glich ist. Schlie\u00dflich m\u00f6chte man dem Dieb ja\u00a0 wenigstens\u00a0 noch\u00a0 hinterherwinken, um zu sehen, wer k\u00fcnftig\u00a0 seinen Lieblingspullover tr\u00e4gt.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die M\u00fcdigkeit, die sich in\u00a0 seinen Fahrfehlern seit ein paar Hundert Kilometern manifestierten (Konzentrationsprobleme) w\u00fcrden ihn schon zur Vernunft bringen, dachte ich. Die Natur verlangt ihr Recht. Die schnurgeraden Autobahnen bei Nacht bieten dem Auge keine Abwechslung, so dass man leicht w\u00e4hrend des Fahrens einschl\u00e4ft. 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